Meine Geschichten führen in fantastische Welten. Doch im Mittelpunkt stehen für mich die Menschen, die in ihnen leben.
Ich schreibe komplexe High-Fantasy-Reihen, in denen unterschiedliche Perspektiven, miteinander verwobene Handlungsstränge und vielschichtige Figuren ein größeres Ganzes ergeben. Dabei interessieren mich nicht nur Abenteuer, Magie und fremde Welten, sondern vor allem die Fragen, die darunterliegen.
Meine Fantasy-Geschichten brauchen kein Effektgewitter. Sie dürfen sich entwickeln, Zusammenhänge erst nach und nach offenbaren und Fragen stellen, auf die es keine einfachen Antworten gibt.

Ich liebe große Geschichten, in denen nicht eine einzige Figur die ganze Wahrheit kennt.
Deshalb erzähle ich aus mehreren Perspektiven. Meine Sichtweisenfiguren erleben dieselbe Welt unterschiedlich, treffen eigene Entscheidungen und verfolgen ihre eigenen Ziele. Erst aus ihren verschiedenen Blickwinkeln entsteht nach und nach ein größeres Bild.
Auch die Handlung folgt nicht nur einem einzigen Weg. Mehrere Handlungsstränge entwickeln sich zunächst nebeneinander, kreuzen sich und verweben sich miteinander. Manches, das anfangs unbedeutend erscheint, kann später eine ganz andere Bedeutung bekommen.
Dazu gehört für mich ein komplexes Worldbuilding. Gesellschaft, Politik, Religion, Geschichte und Geografie sind nicht bloß Kulisse. Sie prägen die Menschen, die in meinen Welten leben – und damit auch ihre Konflikte und Entscheidungen.

So komplex eine Fantasy-Welt auch sein mag: Ohne glaubwürdige Figuren bleibt sie für mich eine schöne Kulisse.
Meine Figuren haben eine Vergangenheit. Sie haben Bedürfnisse und Ängste, Stärken und Schwächen, Beziehungen und Überzeugungen. All das beeinflusst, wie sie eine Situation wahrnehmen und welche Entscheidungen sie treffen.
Deshalb gibt es in meinen Geschichten kaum einfache Gut-Böse-Schablonen. Ich möchte verstehen, warum ein Mensch handelt, wie er handelt, auch dann, wenn ich seine Entscheidungen nicht gutheiße.
Figuren dürfen sich irren. Sie dürfen scheitern, Schuld auf sich laden, ihre Überzeugungen hinterfragen und sich verändern.
Geschichten mit BedeutungFantasy bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Gerade deshalb interessiert mich, was wir mit ihnen erzählen können.
Meine Geschichten beschäftigen sich mit moralischen, psychologischen, emotionalen und gesellschaftlichen Fragen:
Ich möchte darauf keine einfachen Antworten geben.
Ich möchte unterschiedliche Perspektiven zeigen, Entscheidungen und ihre Konsequenzen erlebbar machen und meinen Leserinnen und Lesern Raum für ihre eigenen Gedanken lassen.
Denn für mich liegt die Stärke von Fantasy nicht nur darin, uns aus unserer Welt herauszuführen, sondern auch darin, uns aus der Ferne einen neuen Blick auf sie zu ermöglichen.

Ich schreibe Reihen, weil manche Geschichten Zeit und Raum brauchen, um sich vollständig zu entfalten.
Doch wer sich auf eine große Geschichte einlässt, soll darauf vertrauen können, dass sie auch zu Ende erzählt wird.
Deshalb verspreche ich: Jede Fantasy-Reihe, die ich beginne, werde ich bis zum Ende führen.
Meine Welten dürfen wachsen. Meine Figuren dürfen sich entwickeln. Handlungsstränge dürfen sich über mehrere Bände entfalten. Aber keine Geschichte darf mittendrin aufhören.
Denn für mich gehört es zur Verantwortung einer Autorin, ihre Leserinnen und Leser nicht nur in eine Welt einzuladen, sondern sie auch bis zum Ende ihrer Reise zu begleiten.